Sichtbarkeit
Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen
Bei regionalen Suchanfragen steht der Kartenblock über allen anderen Ergebnissen. Was dort landet, entscheidet nicht die Website.
Veröffentlicht am 15. August 2026
Bei einer Suche mit Ortsbezug erscheint über den normalen Ergebnissen ein Kartenblock mit meist drei Einträgen. Für viele Suchende endet die Suche dort. Was in diesem Block landet, hängt nur zum Teil an der Website und zum größeren Teil am Google-Unternehmensprofil.
Das Profil ist kostenlos, in zwei Stunden eingerichtet und bringt bei regionalen Anfragen in den ersten Wochen mehr als jede andere Einzelmaßnahme.
Die Einrichtung
Sie brauchen ein Google-Konto und die Bestätigung, dass der Betrieb Ihnen gehört. Die Bestätigung läuft je nach Fall über eine Postkarte mit Code, ein Video oder ein Telefonat. Die Postkarte dauert ein bis zwei Wochen, alles andere geht schneller.
Ein Hinweis vorab: Prüfen Sie zuerst, ob bereits ein Eintrag existiert. Google legt Einträge auch ohne Zutun des Inhabers an, gespeist aus Verzeichnissen und Nutzerhinweisen. Ein zweiter Eintrag neben einem bestehenden schadet, weil sich die Signale aufteilen. In dem Fall wird der vorhandene Eintrag beansprucht statt ein neuer angelegt.
Die Angaben, die den Ausschlag geben
Hauptkategorie
Der einzelne Hebel mit der größten Wirkung und der am häufigsten falsch gesetzte. Ein Betrieb, der überwiegend Bäder saniert, sollte nicht unter der allgemeinsten verfügbaren Handwerkskategorie stehen, sondern unter der spezifischsten, die zum Schwerpunkt passt.
Prüfen Sie, welche Kategorien die Betriebe verwenden, die im Kartenblock bereits vorn stehen. Das ist keine Garantie, aber ein brauchbarer Anhaltspunkt.
Firmenname
Der Name, unter dem der Betrieb tatsächlich firmiert. Nicht Musterbau Gießen Badsanierung Heizung, wenn das Unternehmen Musterbau GmbH heißt. Solche Zusätze verstoßen gegen die Richtlinien und führen zu Sperrungen des Profils, teils nach Jahren.
Anschrift und Einzugsgebiet
Bei Ladenlokal und Praxis wird die Adresse angezeigt. Bei Betrieben, die zum Kunden fahren, wird sie ausgeblendet und stattdessen das Einzugsgebiet angegeben. Beides gleichzeitig geht nicht.
Das Einzugsgebiet sollte realistisch bleiben. Wer ganz Hessen angibt, obwohl er im Umkreis von 30 Kilometern arbeitet, schwächt das örtliche Signal.
Öffnungszeiten
Vollständig und aktuell, samt Feiertagen und Betriebsferien. Falsche Öffnungszeiten sind der häufigste Anlass für negative Bewertungen, die sich vollständig hätten vermeiden lassen.
Fotos
Echte Fotos vom Betrieb, von der Arbeit und vom Team. Profile mit eigenen Bildern werden erkennbar häufiger angeklickt als solche mit Logo und Symbolbildern. Alle paar Monate ein paar neue Bilder nachlegen.
Leistungen und Beschreibung
Jede angebotene Leistung einzeln eintragen, statt sie in einen Sammelbegriff zu packen. Die Beschreibung sachlich halten und dort die Begriffe verwenden, nach denen tatsächlich gesucht wird.
Bewertungen
Bewertungen wirken auf zwei Wegen: auf die Platzierung im Kartenblock und auf die Entscheidung der Menschen, die den Eintrag sehen.
Der wirksamste Weg zu mehr Bewertungen ist die Frage unmittelbar nach abgeschlossener Arbeit, verbunden mit einem sehr kurzen Weg dorthin. Ein Kurzlink auf der Rechnung oder ein QR-Code auf dem Lieferschein senkt die Hürde deutlich.
Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen. Solche Muster fallen regelmäßig auf, und die Folge ist der Verlust aller Bewertungen oder des ganzen Profils.
Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die guten. Bei kritischen Bewertungen gilt: sachlich bleiben, den Punkt aufnehmen, eine Lösung anbieten und den Rest offline klären. Die Antwort ist für die Mitlesenden geschrieben, nicht für den Verfasser.
Was regelmäßig zu tun ist
- Öffnungszeiten vor Feiertagen und Betriebsferien anpassen
- Alle paar Monate neue Fotos hochladen
- Bewertungen zeitnah beantworten
- Vorgeschlagene Änderungen von Nutzern prüfen, sie werden teils ungefragt übernommen
- Ein- bis zweimal jährlich alle Angaben durchgehen
Der letzte Punkt wird gern vergessen. Angaben driften, weil Nutzer Änderungen vorschlagen und Google Daten aus anderen Quellen zusammenführt. Eine alte Rufnummer, die auf diesem Weg zurückkommt, fällt sonst monatelang nicht auf.
Der Bezug zur Website
Profil und Website verstärken sich gegenseitig. Die im Profil hinterlegte Adresse sollte auf eine passende Seite zeigen, bei mehreren Standorten auf die jeweilige Standortseite und nicht pauschal auf die Startseite. Firmenname, Anschrift und Rufnummer müssen auf der Website exakt so geschrieben sein wie im Profil.
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