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Webagentur Becker

Grundlagen

Was kostet eine Website? Preisrahmen und was sie treibt


Zwischen 500 und 50.000 Euro ist alles im Umlauf. Wer versteht, welche Posten den Preis treiben, kann Angebote endlich vergleichen.

Veröffentlicht am 15. August 2026

Die Frage nach dem Preis ist berechtigt und wird trotzdem selten klar beantwortet. Das liegt nicht nur an Zurückhaltung der Anbieter. Eine Website ist kein Produkt mit festem Umfang, sondern ein Bündel aus Arbeitsschritten, von denen manche der Auftraggeber selbst übernehmen kann und andere nicht.

Nützlicher als eine einzelne Zahl ist deshalb das Verständnis, welche Posten den Preis treiben.

Die realistischen Spannen

Vorhaben Rahmen Was darin steckt
Einseiter 800 bis 2.000 Euro Eine Seite, Kontaktformular, Rechtstexte
Kleiner Firmenauftritt 2.500 bis 5.000 Euro 5 bis 8 Seiten, 2 bis 3 Leistungsseiten
Betrieb mit mehreren Leistungen 5.000 bis 9.000 Euro 10 bis 20 Seiten, Ortsseiten, Blogbereich
Relaunch mit Altbestand 3.000 bis 12.000 Euro Zusätzlich Bestandsaufnahme und Umleitungsplan
Onlineshop 6.000 bis 20.000 Euro Sortiment, Zahlung, Versand, Pflichtangaben

Diese Spannen gelten für Betriebe, die selbst keine Marketingabteilung haben. Nach oben ist die Skala offen, sobald Anbindungen an Warenwirtschaft, Terminsysteme oder Kundenportale dazukommen.

Die vier Posten, die den Preis wirklich treiben

Wer schreibt die Texte

Das ist der mit Abstand größte Hebel. Texte für eine Leistungsseite zu schreiben, die etwas erklärt statt nur zu behaupten, kostet Zeit. Rechnen Sie mit 250 bis 600 Euro je Seite, wenn die Agentur schreibt. Bei zwölf Seiten sind das mehrere tausend Euro Unterschied.

Wer die Texte selbst liefert, spart diesen Posten. Wer sie zusagt und dann nicht liefert, verzögert das Projekt um Monate. Das ist der häufigste Grund, warum Websites nicht fertig werden.

Die Zahl der eigenständigen Seitentypen

Nicht die Zahl der Seiten treibt den Preis, sondern die Zahl der unterschiedlich aufgebauten Seiten. Zwanzig Leistungsseiten nach demselben Muster sind schneller gebaut als fünf Seiten, die jeweils anders aussehen sollen.

Bildmaterial

Eigene Fotos aus dem Betrieb wirken deutlich glaubwürdiger als gekaufte Motive, kosten aber entweder einen Fototermin oder Ihre Zeit. Ein halber Tag mit einem Fotografen liegt regional bei 400 bis 900 Euro. Lizenzfreies Material ist die günstige Zwischenlösung und als solche erkennbar.

Anbindungen an andere Systeme

Jede Verbindung nach außen ist ein eigenes kleines Projekt: Terminbuchung, Warenwirtschaft, Kundenkonto, Newsletter. Kalkulieren Sie je Anbindung mindestens 600 bis 2.500 Euro, je nachdem, wie gut das andere System dokumentiert ist.

Woran man ein unseriöses Angebot erkennt

Ein paar Muster tauchen immer wieder auf:

  • Festpreis ohne Leistungsverzeichnis. Wenn nicht dabeisteht, wie viele Seiten enthalten sind und wer die Texte schreibt, ist die Zahl bedeutungslos.
  • Zusicherung von Platzierungen. Niemand kann Platz eins zusagen. Wer es tut, meint Begriffe ohne Wettbewerb, etwa den eigenen Firmennamen.
  • Website zum Nulltarif bei langer Vertragsbindung. Die Kosten stecken dann in einer monatlichen Rate über 36 oder 60 Monate und liegen in der Summe meist deutlich über dem normalen Preis. Häufig gehört die Domain am Ende nicht Ihnen.
  • Domain auf den Namen der Agentur. Ein Punkt, der erst auffällt, wenn man wechseln will. Die Domain gehört immer auf Ihren Namen.

Was laufend anfällt

Die einmalige Erstellung ist nur der eine Teil. Dauerhaft anfallen:

  • Domain und Hosting, je nach Umfang 60 bis 400 Euro im Jahr
  • Wartung mit Sicherungen und Aktualisierungen, 29 bis 149 Euro monatlich
  • Optional Suchmaschinenoptimierung als eigener Posten

Wer die laufenden Kosten streicht, spart am falschen Ende. Eine Website ohne Aktualisierungen wird nicht langsam schlechter, sondern irgendwann schlagartig zum Problem. Wie sich das ankündigt, steht unter Tote Websites erkennen.

Wie Sie Angebote vergleichbar machen

Fragen Sie bei jedem Angebot dieselben fünf Dinge ab:

  1. Wie viele Seiten sind enthalten, und was kostet jede weitere?
  2. Wer schreibt die Texte, und was kostet es, wenn Sie es doch nicht selbst tun?
  3. Sind Rechtstexte, Formular und Umleitungen der alten Adressen enthalten?
  4. Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting?
  5. Was kostet die laufende Betreuung nach dem Livegang?

Mit diesen fünf Antworten lassen sich Angebote nebeneinanderlegen, die vorher unvergleichbar wirkten.

Was das für Ihr Vorhaben bedeutet, klären wir auf der Seite Website erstellen oder direkt in einer Anfrage.

FAQ

Häufige Fragen


Warum nennen Agenturen keine Festpreise auf der Website?
Weil der Aufwand von der Zahl der Seiten und davon abhängt, wer die Inhalte liefert. Ein Festpreis ohne festen Leistungsumfang ist entweder zu hoch kalkuliert oder wird später über Nachträge korrigiert. Seriös ist eine Spanne mit Begründung und danach ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen.
Ist ein Baukasten für 15 Euro im Monat nicht ausreichend?
Für eine reine Visitenkarte oft ja. Die Grenze zeigt sich, sobald mehrere Leistungsseiten gefunden werden sollen, Inhalte umziehen müssen oder eine Anbindung gebraucht wird. Dann kostet der Umbau meist mehr, als der eigene Aufbau von Anfang an gekostet hätte.
Was kostet eine Website laufend?
Domain und Hosting liegen bei kleinen Auftritten zwischen 60 und 400 Euro im Jahr. Wartung mit Sicherungen, Aktualisierungen und kleinen Änderungen bewegt sich zwischen 29 und 149 Euro monatlich. Suchmaschinenoptimierung ist ein eigener Posten und kein Bestandteil der Wartung.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben

Beschreiben Sie kurz, was entstehen soll. Sie bekommen eine Einschätzung zu Aufwand, Preisrahmen und Dauer.