Zum Inhalt springen
Webagentur Becker

Grundlagen

Feste Seiten und Blog: was wohin gehört


Leistungsseiten holen Anfragen. Beiträge holen Leser, die noch keine Anfrage im Kopf haben. Beides zusammen trägt.

Veröffentlicht am 15. August 2026

Die Frage taucht bei fast jedem Projekt auf: Reichen ein paar feste Seiten, oder braucht es einen Bereich für Beiträge? Die Antwort hängt daran, welche Aufgabe die jeweilige Seite hat.

Zwei verschiedene Aufgaben

Feste Seiten richten sich an Menschen, die bereits einen Bedarf haben. Wer nach Badsanierung Wetzlar sucht, will einen Betrieb finden. Die Leistungsseite muss ihn davon überzeugen, dass er richtig ist, und ihm einen einfachen Weg zur Anfrage geben.

Diese Seiten ändern sich selten. Sie sind das Fundament und bringen den größten Teil der Anfragen.

Beiträge richten sich an Menschen, die noch keinen konkreten Bedarf formuliert haben. Wer nach dusche ebenerdig nachträglich einbauen sucht, prüft eine Möglichkeit. Vielleicht wird daraus in vier Monaten ein Auftrag, vielleicht nie.

Solche Beiträge bringen selten direkte Anfragen. Sie bringen Sichtbarkeit für ein breiteres Feld an Suchanfragen und sorgen dafür, dass der Betrieb bereits bekannt ist, wenn die Entscheidung ansteht.

Was auf feste Seiten gehört

  • Eine Seite je Leistung, für die es Nachfrage gibt
  • Ortsseiten, sofern sich für jeden Ort etwas Eigenes sagen lässt
  • Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz
  • Bei Bedarf Stellenangebote

Die Grundregel für Leistungsseiten: eine Seite je Suchabsicht. Wer Bäder saniert und Heizungen einbaut, braucht zwei Seiten. Eine Seite für beides gewinnt keine von beiden.

Was in den Ratgeberbereich gehört

Die besten Themen liegen bereits vor: Es sind die Fragen, die Kunden am Telefon immer wieder stellen. Wer sie dreimal beantwortet hat, hat einen Beitrag, der ohne Recherche entsteht und garantiert relevant ist.

Gut geeignet:

  • Kostenfragen mit ehrlichen Spannen
  • Ablaufbeschreibungen: was passiert wann, wie lange dauert es
  • Entscheidungshilfen: Variante A oder B, mit Vor- und Nachteilen
  • Fehler, die Ihnen in der Praxis regelmäßig begegnen
  • Was Kunden vorbereiten sollten, bevor Sie kommen

Ungeeignet:

  • Betriebsfeiern und Jubiläen, außer für Stammleser
  • Allgemeine Branchentexte ohne eigenen Blick
  • Alles, was in drei Monaten überholt ist

Der Unterschied zwischen Ratgeber und Neuigkeiten

Ein Ratgeberbeitrag ist auf Haltbarkeit angelegt. Er wird geschrieben, gelegentlich überarbeitet und bleibt jahrelang nützlich.

Eine Neuigkeit ist an ein Datum gebunden. Sie veraltet zwangsläufig, und ein Bereich voller alter Neuigkeiten schadet mehr, als er nützt. Details unter Tote Websites erkennen.

Wer sich für einen von beiden entscheiden muss, nimmt den Ratgeber.

Wie beide zusammenwirken

Der Ertrag entsteht durch die Verbindung. Ein Beitrag über die Kosten einer Badsanierung sollte auf die Leistungsseite verlinken. Die Leistungsseite sollte auf die vertiefenden Beiträge verweisen.

Das erfüllt zwei Zwecke. Leser finden den nächsten Schritt, und Suchmaschinen erkennen die thematischen Zusammenhänge. Eine Leistungsseite, auf die aus sechs Beiträgen verwiesen wird, steht erkennbar im Mittelpunkt eines Themas.

Praktisch heißt das:

  • Jeder Beitrag verlinkt mindestens einmal auf die passende Leistungsseite
  • Jede Leistungsseite verweist auf zwei bis vier vertiefende Beiträge
  • Beiträge verlinken untereinander, wo es inhaltlich passt
  • Der Ratgeberbereich ist von der Startseite aus erreichbar, nicht nur über den Footer

Der letzte Punkt wird oft übersehen. Ein Bereich, der nur im Footer steht, wird von Besuchern kaum gefunden, und die interne Verlinkung bleibt entsprechend schwach.

Die realistische Reihenfolge

  1. Alle Leistungsseiten anlegen und ordentlich schreiben
  2. Ortsseiten dort, wo sich Eigenes sagen lässt
  3. Vier bis sechs Ratgeberbeiträge zu den häufigsten Telefonfragen
  4. Danach je nach Zeit ergänzen

Wer mit Schritt drei beginnt, weil das Schreiben leichter fällt, baut Reichweite ohne Ziel auf. Die Leistungsseiten sind das Fundament.

Wie wir das im Projekt aufsetzen, steht unter Website erstellen.

FAQ

Häufige Fragen


Braucht ein Handwerksbetrieb wirklich einen Blog?
Einen Blog im klassischen Sinn nicht, einen Ratgeberbereich oft schon. Der Unterschied liegt in der Haltbarkeit. Ein Beitrag, der eine wiederkehrende Frage beantwortet, bringt jahrelang Besucher. Eine Meldung über die Betriebsfeier bringt nichts.
Wie oft muss ich etwas veröffentlichen?
Lieber vier gute Beiträge im Jahr als zwölf schwache. Die Häufigkeit ist kein Bewertungsfaktor. Entscheidend ist, ob ein Beitrag eine Frage besser beantwortet als die vorhandenen Ergebnisse.
Kann ich alte Beiträge löschen?
Prüfen Sie zuerst, ob sie Besucher bringen oder von außen verlinkt sind. Beiträge mit Zugriffen sollten überarbeitet statt gelöscht werden. Wo tatsächlich gelöscht wird, gehört eine Umleitung auf ein thematisch passendes Ziel dazu, nicht auf die Startseite.

Nächster Schritt

Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben

Beschreiben Sie kurz, was entstehen soll. Sie bekommen eine Einschätzung zu Aufwand, Preisrahmen und Dauer.